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Erste erfolgreiche Schulabschlüsse im Projekt „VITA“ - Sozialwirtschaft integriert

Neu-Eichenberg, den 10.07.2020

Das Projekt „VITA“ qualifiziert und unterstützt Personen für soziale Berufe, die einen Migrationshintergrund haben und/oder sozial benachteiligt sind. Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zum Entgegenwirkung des Fachkräftemangels im Werra-Meißner-Kreis.

 

Im Rahmen des Förderprogrammes „Sozialwirtschaft integriert“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration konnte der Werra-Meißner-Kreis für das Projekt „VITA –Vielfalt, Integration und Teilhabe durch Ausbildung“ eine Förderzusage in Höhe von 1,5 Millionen € für einen Förderzeitraum von November 2018 bis Dezember 2022 erhalten. 

Inhaltlich arbeitet das Projekt in vier Modulen:

 

  1. Orientierungs- und Motivationsmodul
  2. Qualifizierungsmodul
  3. Ausbildungsunterstützungsmodul
  4. Nachhaltigkeitsmodul

 

Oft fehlt ein Schulabschluss als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung. Im Qualifizierungsmodul können die Teilnehmenden sowohl den Hauptschulabschluss als auch den mittleren Bildungsabschluss erlangen.

 

Der erste Durchlauf dieser Qualifizierungsmaßnahme ist am 01.02.2019 gestartet und wurde trotz der erschwerten Lernbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie im Juni 2020 erfolgreich beendet. Insgesamt haben 5 Personen den Hauptschulabschluss und 3 Personen den mittleren Abschluss erhalten.

 

Vier der Hauptschulabschluss-Absolvent*innen planen im Anschluss den mittleren Bildungsabschluss, um danach unter anderem eine Erzieherausbildung beginnen zu können.

 

„Ich gratuliere allen Absolvent*innen zur erfolgreich bestanden Prüfung und wünsche alles Gute und viel Erfolg auf dem weiteren beruflichen Weg“, so Landrat Stefan Reuß.

 

Robbin Dannenberg, Klassenleiter des Qualifizierungsmoduls, erläutert, dass im Projekt neben den Unterrichtsthemen auch die Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz der Teilnehmenden gefördert werden. Darüber hinaus ist eine individuelle Unterstützung und Betreuung im Projekt integriert. „Das Angebot der sozialpädagogischen Begleitung wird von den Schüler*innen dankend in Anspruch genommen, von behördlicher Antragstellung bis zu Hilfestellung bei familiären Problemen“, ergänzt Robbin Dannenberg.

 

Eine Teilnehmerin berichtet, dass sie dankbar ist, diese Möglichkeit für einen Schulabschluss erhalten zu haben und sie ein schönes Jahr in einer Klasse mit unterschiedlichen Kulturen und mit viel Spaß am gemeinsamen Lernen hatte.

 

In der Regel startet das Qualifizierungsmodul zum Beginn eines neuen Schuljahres und endet nach einem Jahr mit der externen Abschlussprüfung.

 

Bei Interesse und Fragen am Projekt „VITA“ – Sozialwirtschaft integriert wenden Sie sich bitte an die Projektkoordinatorin im Fachdienst Sozialplanung beim Werra-Meißner-Kreis,

Lena Schill, E-Mail: , Tel.: 05651 302-4482