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Kunst an der Grenze

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Am Wasserturm
37249 Neu-Eichenberg OT Eichenberg

Kunstwerk und Künstler

Kunst an der Grenze: “Gespalten – Stand gehalten“

 

Am Freitag, dem 1. August (Gedenktag zum 100-jährigen Ausbruchs des 1. Weltkrieges) wurde in Neu-Eichenberg in der Nähe des Bahnhofs (Am Wasserturm) mit einer Skulptur an die Wiedervereinigung Deutschlands erinnert. Die öffentliche Übergabe erfolgte um 16:00Uhr im Beisein des Künstlers und der Sponsoren.

 

Das Kunstwerk von Norbert Jäger symbolisiert durch drei Granitblöcke menschliches Leid durch Trennung und Freude durch Wiedervereinigung.

 

Insgesamt wurden 7 Objekte durch den Initiator Lothar Quanz (MdL) übergeben, das siebte und damit letzte Objekt dieser Reihe am 9. November (25 Jahr Wiedervereinigung) im Grenzmuseum Schifflersgrund übergeben.

Alle Neu-Eichenberger/innen und auch alle gewählten Vertreter und Bürger unserer Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth wies in ihrer Ansprache u.a. auf Folgendes hin:

„Der Bahnhof Eichenberg ist mehr als vieles Andere ein Symbol für die Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung.

Als im Jahre 1872 die Bahnstrecke Halle – Leinefelde – Eichenberg – Kassel eröffnet wurde, begann damit die Glanzzeit des Bahnhofs Eichenberg. Die zahlreich entstandenen „Bahnerhäuschen“ prägen heute noch das Ortsbild.

Die Geschichte des Bahnhofs ist ein Spiegelbild der wechselvollen Geschichte unserer Heimat. Bis zum zweiten Weltkrieg war der Eisenbahn-Knotenpunkt Eichenberg verkehrstechnisch von herausragender Bedeutung.

So stieg die Bevölkerungszahl von 597 Einwohnern vor dem Zweiten Weltkrieg auf 1085 in den Jahren nach 1945. Heute sind es nicht einmal mehr 800 Einwohner. Während des Krieges wurde er zur Drehscheibe des Flüchtlings- und Kriegsgefangenendramas.

Letztmals befuhr planmäßig ein Personenzug am 24.07.1945 das Streckenstück Eichenberg-Arenshausen, danach verlor der Bahnhof Eichenberg  durch die Teilung Deutschlands erheblich an Bedeutung,

Am 26. Mai 1990 wurde nach 45 Jahren die „Halle-Kasseler Eisenbahn“ zwischen Eichenberg (Hessen) und Arenshausen (Thüringen) mit einem Sonderzug wieder in Betrieb genommen.

Auch heute noch ist der Bahnhof Eichenberg mit ca. 3.100 Ein- und Aussteigern in 24 Stunden ein sehr bedeutender Knotenpunkt in unserer Region. Wenn nicht hier, wo so viel Freude und Leid so dicht bei einander lagen , könnte ein solches Kunstwerk, wie von Ihnen, Herrn Jäger, geschaffen, seinen Platz finden.“

Gedenktafel